Ostersonntag, Ramsen bis Rohrschach

Die heutige Strecke bietet erstmal nichts Neues. Nachlesen kann man über diesen Abschnitt des Bodensees auf meinen letztjährigen Ausflügen. Keine grossen landschaftlichen Highlights oder Neuentdeckungen also - bis auf die erhöhte Bautätigkeit am See. Es wird gebaut wie verrückt und überall ist die Erde aufgewühlt. Zumindest kommt's mir grad so vor. Ich räume auf jeden Fall mal höchst subjektives Empfinden ein, vielleicht erleben das andere Radler wieder ganz anders.

Am Morgen starten wir heute mit hoher Bewölkung oder Hochnebel, der Wind weht kalt aus Nordosten und wieder benötigt man Handschuhe und Mütze. Im Laufe des Vormittages klart es allerdings langsam auf und die Temperaturen steigen auf ein angenehmes Mass. Der Wind allerdings bleibt. Auch wenn ich grad von fehlenden landschaftlichen Höhepunkten sprach bzw. schrieb, so gefällt mir die Streckenführung zwischen Stein am Rhein und Konstanz/Kreuzlingen doch immer wieder ganz gut. In Steckborn sehe ich heute zum ersten Mal die Solarfähre, die ich bisher nur aus Prospekten kenne. Ab Konstanz wird's dann eine Weile recht langweilig. Zwar ist der Radweg hier asphaltiert und es rollt gut, aber der See ist die meiste Zeit irgendwie ausser "Fühlweite" und als Ausgleich dafür wird man von der Bahntrasse begleitet. Später dann, bei Arbon oder so, hat man wieder Zugang zum Wasser. Schön diesiges Wetterchen heute. Man sieht das andere Ufer kaum. Ich mag solche Stimmungen, die für mich etwas Geheimnisvolles oder Mystisches haben. Wäre noch toll, eine Woche lang frei zu haben und mit der Fähre überzusetzen und drüben noch kreuz und quer durch Oberschwaben zu radeln…

Der Ausflugsverkehr hält sich heute erstaunlicherweise in Grenzen. Es ist natürlich schon allerhand los, klar, aber es ist nicht so überfüllt wie auch schon. An den neuralgischen Punkten, zum Beispiel an der Engstelle am Rohrschacher Hafen/Bahnhof, da geht's natürlich schon recht zu. Hier sichte ich auch noch zwei andere Liegeradler - zwei Damen auf jeweils einem schwarzen und einem gelben Flux. Das Parkhotel Waldau wartet auf uns, ein gemütlicher Spätnachmittag im Hallenbad.