|
Wir sind müde und eigentlich haben wir seit Chartres
nicht mehr richtig geschlafen. Auch hat die Fahrt über
die "Getreidewüste" während dieser ersten
Tage nicht wirklich Freude bereitet. Eigentlich wollten wir
bei mildem Klima durch grüne Landschaften radeln und
uns nicht durch eine Halbwüste kämpfen, die mehr
an Spanien oder Portugal erinnert.
Amboise ist auch deswegen ein Touristennest, weil es eine
nette Altstadt hat. Abgesehen vom Schloss natürlich.
Warum also nicht einen Tag in einer niedlichen kleinen Stadt
verbringen? So stehen wir denn Schlange in der Touristeninfo
(als ob man in der Sauna wäre) und bald darauf checken
wir in einem Hotel unten am Fluss ein. Schöne Lobby,
kleines Zimmer mit riesigem Ventilator, der später die
ganze Nacht laufen wird.
Mittags essen wir Spaghetti Bolognese und den Nachmittag
verbringen wir - nach der obligatorischen Siesta - mehr oder
minder in einem Strassencafé am Fusse des Schlosses.
Lust, die steile Rampe zum Schloss empor zu wandeln hat erstmal
keiner von uns. Margrit nimmt sich dann aber doch noch ein
Herz und fotografiert mich nach Paparazzi-Art von oben. Am
Abend wird's unten am Fluss noch so richtig kitschig-schön
mit Sonnenuntergang, Heissluftballons und den zurückkehrenden
kleinen Ausflugsbooten. Hat gut getan, dieser Tag
|