Am Freitag findet die erste
Etappe der Rückreise statt. Von Pornic soll es über
Nantes und Le Mans nach Paris gehen, wo wir noch eine Nacht
verbringen werden. Als wir am Montag unser Bahnticket von Ancenis
nach Pornic lösten, hatten wir uns auch gleichzeitig schon
die Rückreise organisiert. Um halb acht geht unser Zug
von Pornic nach Nantes. Dann drei Stunden Wartezeit und anschliessend,
irgendwann um die Mittagszeit, der Anschluss nach Le Mans, von
wo aus wir wiederum nach Paris gelangen werden. Irgendwie passt
uns dieser erzwungene Aufenthalt in Nantes überhaupt nicht
so recht ins Konzept.
Nachdem wir noch im Dunklen die paar Km vom Les Sablons bis
zum Bahnhof gerollt sind und die Stimmung mit dem sternenklaren
Himmel und dem noch schlafenden Städtchen aufgenommen haben
und endlich im Zug nach Nantes sitzen, erkundigen wir uns beim
Bahnbeamten im Zug nochmals nach alternativen Verbindungen nach
Paris. Eine Möglichkeit wäre über Tours-Orleans,
allerdings verblieben da nur 3 Minuten zum Umsteigen in Nantes.
Klingt natürlich verlockend, besonders weil wir auch
in Tours gleich Anschluss hätten und dann kurz nach Mittag
schon in Paris wären. Aber nur drei Minuten Zeit zum
Umsteigen? Wir winken dankend ab, zumal der Herr von der Bahn
keine Auskunft über das Gleis des abfahrenden Zuges geben
kann. Als wir uns aber Nantes nähern erscheint uns das
Ganze auf einmal doch recht attraktiv - drei Minuten Umsteigestress,
dafür aber ein Zeitgewinn von drei Stunden. Also gehen
wir's an. Und wir schaffen es, wenn auch knapp! Das Zugpersonal
ist überaus freundlich und der Schaffner hält den
Zug noch zurück, als er uns den Bahnsteig erklimmen sieht
und so sitzen wir ein paar Minuten später im Zug nach
Tours und lachen uns ins Fäustchen.
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In Tours wird's auch nochmals ein bisserl hektisch, weil
der Anschlusszug nach Paris, ein "Corail", ausgerechnet
heute kein Veloabteil dabei hat. Also verstauen wir die Räder
so gut es geht, Margrits Rad auf der Plattform am Ende des
Waggons und meines eben längs im Grossraumabteil des
Waggons. Da murrt zwar die Zugchefin (verständlich, denn
es kommt kaum jemand mehr vorbei), aber das ist nun mal weder
unser noch ihr Problem, denn laut Fahrplan und verschiedener
anderer Auskünfte darf man in diesem Zug Fahrräder
transportieren. Egal, wir sind ja in Frankreich und da ist
man ja, wie früher schon mal angesprochen, recht tolerant.
Mittags treffen wir im Gare Austerlitz in Paris ein, rollen
raus auf die Strasse und suchen uns einen Weg über die
Seine und zu unserem Hotel, das zwischen Gare de l'Est und
Montmartre liegt.
Und für den Rest des Tages gehört uns Paris
Am Samstag verstauen wir ein letztes Mal unsere Habe in den
Packtaschen und machen uns auf dem Weg zum Gare de L'Est.
Hier warten wir noch ein Weilchen vor uns hin, sitzen in einem
Café und betrachten das Treiben im Bahnhof, bevor es
auch für uns Zeit zum Einsteigen ist. Die Frage nach
der Anzahl der Fahrräder, die auf jeden Fall im TGV mitgenommen
werden, wird heute beantwortet: ausser uns steigen auch noch
zwei andere Radfahrer mit ihren Drahteseln ein. Und das geht
dann grad so. Aber eben - es geht.
Und viereinhalb Stunden später rollt unser Zug im Zürcher
Hauptbahnhof ein
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