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Tag 11

Von München bis Wolfratshausen
Von Wolfratshausen bis Happing bei Rosenheim
Von Rosenheim bis Traunstein
Von Traunstein bis Mattsee
Von Mattsee bis Seewalchen
Ruhetag am Attersee
Von Seewalchen bis Wels
Von Wels bis Wallsee
Von Wallsee bis Melk
Ruhetag in Melk
Fahrt zum Neusiedler See

Der See
Die Landschaft
Begegnungen


Der komplette Reisebericht ohne Fotos als PDF

 

Wie kommt's? Wachau? Also Donauradweg? Und Neusiedler See? Passt das? Vor allen Dingen auch zu uns? Und wie kommt man drauf?

Also, das war so: Im Frühjahr dieses Jahres weilten wir für ein verlängertes Wochenende in Wien. Bei diesem Ausflug hinterliess nicht nur die Stadt einen grossen Eindruck auf uns, auch die Zugfahrt steckte voller Appetitanreger für uns Reisehungrige. Namentlich die Passage um Salzburg herum und zwischen Linz und dem Wiener Wald fanden wir, durchs Zugfenster betrachtet, durchaus lecker, die flüchtigen Impressionen der schnell vorbei rasenden Bilder wurden vorsichtshalber mal auf der inneren Festplatte abgelegt. Nachdem im Frühsommer eine Reise nach Westen, bis an die Atlantikküste, auf dem Programm stand, schien als Ergänzung dazu ein Trip in Richtung Osten das diesjährige Reiseprogramm ideal abzurunden.

Nun, in drei Ferienwochen kann man schon einiges auf die Beine stellen, man muss sich lediglich für eine Route entscheiden, hat also gewissermassen die Qual der Wahl. Im Prinzip könnte man schon von der eigenen Haustür aus los radeln und der Donau von ihrem Ursprung aus bis nach Wien folgen. Das hätte den Vorteil, dass ich erneut meine persönlichen Lieblingsgegenden an der oberen Donau geniessen könnte, vielleicht bei besserer Witterung als es im Mai der Fall war. Doch die Donau als solches ist eigentlich gar nicht das Hauptthema, es geht vielmehr um gewisse Landstriche im Bayerischen und Österreichischen Voralpenland, eben jene, die uns während der Zugfahrt so gefielen. Nach ausgiebigem (und natürlich auch lustvollem) Planen entstand schliesslich diese Variante: Zugfahrt bis München, von dort Radreise zum Chiemsee und Simssee, weiter zur Donau. Dem Fluss durch die Wachau gefolgt, Wien südlich durch den Wiener Wald umfahren und im Anschluss daran noch durchs Burgenland - mit kurzem Blick auf den Neusiedler See und seinen Nationalpark und mit der Stadt Graz als Endpunkt der Reise.

Als Frühbucher bekommt man immer diverse Vergünstigungen und bald nach unserem Wien-Aufenthalt begeben wir uns frohen Mutes in unsere Lieblingsticketeria am Oerlikoner Bahnhof (die mit dem rührigen Herrn hinterm Schalter, der uns fast jedes Mal betreut), um die Zugpassage für das oben beschriebene Unternehmen flott zu machen. Zürich-München inklusive Velomitnahme im EuroCity ist eh kein Thema, die Rückfahrt von Graz nach Zürich gestaltet sich jedoch umständlich. Die Rückreise würde mehr Zeit in Anspruch nehmen, als wir dafür eingeplant hatten und so lassen wir das Ende der Reise erstmal noch offen, buchen jedoch schon mal eine Zugfahrt von Wien nach Zürich mit der CityNightLine.

Im Laufe der nächsten Wochen bekommt dann der Neusiedler See eine gewisse Relevanz: Internet-Recherche, Jugenderinnerungen und die neu erwachte Lust an der Vogelbeobachtung bringen uns auf die Idee, die komplette letzte Reisewoche dort zu verbringen und die Fahrt durchs südliche Burgenland bis nach Graz auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Und weil wir grad dabei sind, buchen wir am Neusiedler See auch gleich eine Unterkunft für diese letzte Urlaubswoche - ist ja schliesslich eine hochtouristische Gegend. Das erweist sich als gar nicht so einfach. Erst nach einigen Telefonaten finden wir noch ein freies Zimmer, und zwar auf einem Reiterhof. Wie das wohl werden wird? Die Website sieht jedenfalls schon mal gut aus.

Hellhörig geworden, von wegen Übernachtungsangebot und Hochtourismus und Ferienzeit, versuche ich auch im Münchner Süden schon mal ein Zimmer für die erste Tagesetappe zu bekommen, aber auch dort ist erst der soundsovielte Anruf erfolgreich. Aha: Voralpenland. Beliebte Ferienregion plus Festspiele in Oberammergau plus Bundesgartenschau in Rosenheim. Angesichts dieser für uns nicht ganz einschätzbaren Situation entscheiden wir uns dafür, die Übernachtungen der ersten fünf Etappen im voraus zu buchen. Was später dann bezüglich der Unterkünfte geschieht, vor allen Dingen auf dem Abschnitt entlang der Donau, DER Radlerautobahn schlechthin, werden wir sehen.
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