La petite reine...

 

 
...so bezeichnet man in Frankreich liebevoll das Fahrrad. Ich hab das neulich mal aufgeschnappt und dabei sogleich an meine gute alte Speedmachine gedacht, die immer noch, nach jetzt ziemlich genau zehn gemeinsamen Jahren, die (heimliche) Königin meines Fuhrparks ist, die Grande Dame also. Doch leider hat sie auch ihre Launen, ist kapriziös geworden. Sie scheint nicht mehr gross verreisen zu wollen. Zwei Wochen vor unserer Herbstreise spendiere ich ihr noch einen neuen Hinterreifen, und prompt quittiert sie mir daraufhin, wohl gewisse Strapazen voraus ahnend, bei einer Probefahrt mit zwei Platten direkt hintereinander den Dienst. Ein ähnliches Kunststück hat sie 2011 anlässlich unserer Reise durch das Österreichische Weinviertel schon mal geliefert. Ich hab's ja manchmal ein wenig mit Omen, Vorzeichen und dergleichen, und lass ihr deswegen ihren "Willen", wer weiss, für was es gut ist. Deswegen wähle ich für unsere anstehenden Radlferien die metallic-orange Streetmachine "Gran turismo evoluzione" als Reiseross. Ganz schön hochtrabend, der Name, nicht wahr? Was soll's, für die geplante Unternehmung ist das Rad eh die bessere Wahl, denn genau dafür ist es konstruiert und gebaut worden.

 

Bei all dem ist mir eingefallen, dass ich heuer nicht nur ziemlich genau seit zehn Jahren Liegerad fahre, sondern vor zwanzig Jahren meine erste Radreise überhaupt absolviert habe - ein doppeltes Jubiläum also. Jetzt reise ich schon fast zwei Fünftel meines Lebens mittels eigener Körperkraft durch die Lande. Und immer wieder hat es mich an die Schauplätze dieser ersten Radltour zurückgezogen, an den Donauradweg. Manchmal diente diese Diagonale auf dem Weg in meine bayerische Heimat lediglich als Transitstrecke, meist war aber der Weg das Ziel, denn so mancher Streckenabschnitt entlang dieser Route gehört zu meinen besonderen Lieblingen. Auch dieses Jahr möchte ich wieder in dieser Gegend unterwegs sein, ein wenig Donauluft schnuppern, sozusagen. Und erneut von der Haustür aus losradeln, ohne irgendein anderes Verkehrsmittel als Zubringer nutzen zu müssen. Und endlich in Rothenburg ob der Tauber mal wieder von der Stadtmauer hinunter ins Taubertal blicken und im Anschluss daran dann das obere Altmühltal geniessen, nachdem ich es im Mai 2013 nicht geschafft hatte. Doch wie man sehen wird sollte man keinesfalls die Rechnung ohne den Wirt machen…

Zürich bis Ramsen
Ramsen bis Salem
Salem bis Mengen
Mengen bis Ehingen
Ehingen bis Langenau
Langenau bis Aalen
Aalen bis Dinkelsbühl
Dinkelsbühl bis Gunzenhausen
Ruhetage in Gunzenhausen
Gunzenhausen bis Donauwörth
Donauwörth bis Günzburg
Günzburg bis Biberach
Biberach bis Ravensburg
Ravensburg bis Friedrichshafen






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