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| All diese Mahnmale des 1. Weltkrieges,
die Gräberfelder, die Festungen und die heute noch zu besichtigenden
Schützengräben. Wir lassen sie links liegen. Nicht dass man nicht
betroffen wäre. Man muss nur einen Blick auf die Gefallenenlisten der
Gedenktafeln in den Kirchen werfen - wie gestern in Saint Mihiel - um die
Tragödien für die Betroffenen zu erahnen. Und das
vielleicht nur, weil drei neidische und aufeinander eifersüchtige Cousins,
die zufälligerweise drei Nationen regieren,
miteinander wetteifern, Kriegstreiber und Rüstungsindustrie hetzen
und dann ein Attentat zum Anlass nehmen, um diesen Weltenbrand zu
entfachen. Eigentlich kaum zu glauben. Und heutzutage? Ist es da anders? Bei all den aktuellen Konfliktherden, die ständig weiter lodern, neu
aufflackern und Hunderttausende in die Flucht treiben?
Wechseln wir das Thema. Denn das obige ist uferlos und führt zu nichts. Höchstens zu einer eigenen inneren Haltung. Wir freuen uns, dass Petrus heute gut gelaunt ist. Sobald die Sonne durch die Wolkendecke dringt, kommen bunte Farben ins Spiel. Wir können endlich das Dach öffnen. Das macht durchaus einen Unterschied - man nimmt Wind und Aussentemperaturen, Geräusche und Gerüche wahr, ist den Umwelteinflüssen ausgesetzt. Das kann man mögen oder nicht - wir sind es vom Radfahren her gewohnt, und uns gefällt es sehr. Die Meuse ist heute noch eine Weile lang unserer Begleiterin. Wir bleiben auf der linken Talseite und klettern immer wieder mit der Strasse über die Hügel. Bei Dun-sur-Meuse verlassen wir den Fluss und biegen nach Westen ab, um allmählich unser erstes grosses Reiseziel anzupeilen, die Somme-Bucht. Als es Zeit für eine kleine Pause ist, erreichen wir genau zum richtigen Zeitpunkt die Stadt Rethel. Die Kirche aus dem 13. Jahrhundert bietet sich für eine Besichtigung an. Als wir ankommen, wird gerade eine Messe zelebriert, wir wissen nicht, ob wir hinein dürfen oder lieber draussen warten sollen. |
Draussen vor den Toren der Kirche wartet jedenfalls eine Taufgesellschaft auf ihren
"Event". Die Atmosphäre ist heiter, freundlich, und als
wir nach Beendigung der Messe hineinschlüpfen, um einen Blick ins
Kircheninnere zu werfen, ist so mancher Kirchgänger lächelnd
um Kontakt bemüht. Im Gegensatz zur gestern besuchten Kirche in Saint-Mihiel
macht dieses Bauwerk hier "echt was her", besonders die farbigen
Fenster und die filigrane Steinmetzarbeit aussen an der Fassade haben
es uns angetan. |
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| Die kleine Strasse führt... | ||||
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| ...oben... | ||||
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| ...am Talrand entlang | ||||
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| Die Landschaft ändert sich. | ||||
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| In Rethel. | ||||
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| Pause am Denkmal... | ||||
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| ...mit Blick... | ||||
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| ...übers Land. | ||||
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