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Letztendlich ist es ein Luxusproblem. Dessen muss man sich klar sein.
Wir müssen nicht flüchten, wir leben in Frieden, wir hungern nicht und
haben ein Dach über dem Kopf. Wir sind immer noch gesund. Und doch
gehört dieser alljährliche Tapetenwechsel, die obligatorische
Ferienreise, so zur eigenen Kultur, dass man sie sich gar nicht mehr
wegzudenken vermag. Dabei kommt mir die Generation meiner Grosseltern in den
Sinn: Hier waren Ferien überhaupt kein Thema. Schon aus finanzieller
Sicht. Man könnte höchstens anfügen, dass damals hauptsächlich die
Männer verreist sind - in ihren jungen Jahren an diverse Fronten, meist
nicht unbedingt freiwillig oder aus Interesse an der fremden Kultur.
Einigen Beteiligten meiner Familie hat das dann auch ein Leben lang
gereicht. Hoffentlich werden wir solche Zeiten nicht mehr erleben. Was uns betrifft, so hegen wir nach dem Ende des Lockdowns die Hoffnung, wieder mal nach Frankreich ans Meer fahren zu dürfen, dabei langsam mit dem Kleinen Roten die Loire entlang zu pilgern, Lieblingsorte aufzusuchen, in der Bretagne dann die Füsse in die Fluten des grossen Ozeans tauchen zu dürfen. Doch es soll dieses Jahr einfach nicht sein. Als der Sommer allmählich Fahrt aufnimmt, steigt auch die Zahl der Neuinfektionen wieder an. Diverse Länder kommen auf die Risikoliste, dann streicht man sie wieder, was eine Planung unmöglich macht. Zudem sind die Massnahmen in den Urlaubsländern auch nicht gerade dazu angetan, die Ferien unbeschwert zu geniessen. Da wir nichts gebucht haben warten wir zu, machen gegen Ende August kurzen Prozess, und entscheiden uns für eine Radreise (fast) von unserer Haustür aus, so wie wir es schon des Öfteren getan haben. Wir hoffen, dass wir gut über die Grenze nach Deutschland und drei Wochen später auch wieder zurück kommen werden, ohne in Quarantäne zu müssen. Die Reise wird uns auf altbekannten Routen ins obere Altmühltal führen. Klar, schon tausendmal gefahrene Wege, doch in diesem Jahr geht's um was Anderes: Wir müssen einfach mal wieder raus aus dem Land und wollen uns in der freien Natur bewegen. Die gefahrene Strecke ist dabei eigentlich Nebensache. So ziehen wir los und zeichnen letztendlich eine recht verzwirbelte Acht in die Landschaft. Zurück zum Menü |
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