[ zurück zur Titelseite ¦ zum Hauptmenue ¦ weiterlesen ]

Samstag, 22. August 2009

Von Montsoreau nach Les Ponts-de-Cé (63 Km)

         
Und wie man sich an diese stilvollen Hotels gewöhnen kann. Und wie man das dann vermissen kann. Gestern direkt neben dem Schloss und heute direkt neben der Autobahn. Wir nächtigen nämlich heute in einem dieser Motel-ähnlichen Autobahnabsteigen. Mangels anderer Möglichkeiten, denn heute wollte sich partout keine andere Unterkunft auftun. Na dann halt…

Heute war im Prinzip ein wunderbarer Radltag mit viel Sonnenschein, heissen, aber noch tragbaren Temperaturen und viel Nähe zum Fluss.

Von Montsoreau aus wählten wir zuerst die ausgeschilderte Route, die zweitweilig auf sandigen Wegen direkt am Ufer entlang führt. Auf diese Art und Weise schlagen wir uns bis Saumur durch und werden nur ab und an mit der Hauptstrasse (D 947) konfrontiert.

Saumur lassen wir links liegen. Keine Lust auf Stadtbesichtigung, obwohl bei der Durchfahrt das Schloss und die sehenswerten Fassaden der Stadthäuser locken. Flugs sind wir in St. Hilaire und radeln an all den monumentalen Weingütern vorbei, die selber wie Schlösser anmuten.

 
 
Auf der nur mässig frequentierten D 751 geht's locker und leicht dahin und man kommt durch so nette kleine Ortschaften wie Chênehutte-les-Truffeaux oder Gennes. Anschliessend biegen wir in den noch kleinere D 132 ab, die uns wieder sehr nah am Fluss entlang führt.

In Le Thoureil machen wir Mittagspause in einem Gartenrestaurant direkt an der Loire. Leider vermieten die hier keine Zimmer, denn das wäre ein schöner Ort, um den Nachmittag und Abend zu geniessen: der Fluss, die Sandbänke, der heisse Sommertag…


Also weiter. Nach St. Remy-la-Varenne folgen wir der Strasse über ein einsames, leicht welliges Land. Mittlerweile ist es wieder recht heiss geworden und so sind wir gar nicht böse, als wir irgendwann über die Fluss hinein nach Les Ponts-de-Cé rollen und im Hotel ankommen, Autobahn hin oder her.

Gar so unangenehm ist das hier aber gar nicht. Ganz im Gegenteil. Zur Hotelanlage gehört nämlich ein Garten mit leidlich grüner Rasenfläche, Büschen und Bäumen, einer Terrasse und sehr nettem Personal. So können wir den Abend prima draussen verbringen, freilich nicht bei ganz so phänomenalem Ambiente, wie es uns gestern vergönnt war. Muss ja auch nicht immer sein...