Heute mal was Neues: Es liegt Nebel über dem Land. Schemenhaft sieht man die Bäume am Fluss und die Häuser der Stadt. Nach dem Frühstück hat die Sonne allerdings ganze Arbeit geleistet und der Himmel zeigt sich wolkenlos. Dafür ist es recht kühl. Auf der D 116 rollen wir aus der Stadt und als wir bei Baugy den Loire-Seitenkanal kreuzen, erscheint uns erneut der Treidelpfad entlang des Kanals als bessere Alternative zum Strassenverkehr.

Bisher gab es wenige Boote auf den Kanälen, aber heute sind doch einige unterwegs. Kaum ein paar Minuten auf dem Treidelpfad, werden wir Zeuge einer amüsanten Schleusenaktion: Ein Herren-Club mit enormen Bierdepot auf dem Oberdeck und dem Dach des Bootes versucht sich an der Schleusendurchfahrt. Die sind morgens um halb zehn schon recht gut dabei und haben teilweise schon recht glasige Augen. Dass das alles dann nicht ganz so reibungslos abgeht, kann man sich vorstellen. Aber sie schaffen es. Keiner fällt ins Wasser oder unangenehm auf. Wir denken uns unseren Teil und der Schleusenwärter wohl auch, der gleich nachdem er diese Schleuse hier wieder geschlossen hat ins Auto steigt, um den Freizeitkapitänen die nächste zu öffnen. Auch ein Job...
 

Bei Fleury ist Schluss mit dem gut befahrbaren Treidelpfad. Auf uns wartet die Landstrasse, die über ein welliges Profil führt. Ein paar Kilometer vor Nevers hat uns dann der Kanal wieder, etwas später rollen wir über die grosse Loirebrücke und klettern auf der anderen Flussseite schmale Altstadtgassen hinauf zur Kathedrale und dem Herzogspalast und der Touristeninfo. Denn heute haben wir kein Zimmer reserviert und wollen mal schauen, was sie uns dort empfehlen. Sie empfehlen uns das Hotel Villa du Parc, das ganz in der Nähe am - Nomen est Omen - Parc Roger Salengro liegt. Wir werden nicht direkt im Hotel einquartiert, sondern in einem freistehenden kleinen Häuschen im Hinterhof. Muss man auch mal gesehen haben, sowas.

Bisher waren wir schon zweimal in Nevers. Einmal diente die Stadt als Startpunkt, das zweite Mal markierte sie den Endpunkt einer Reise. So richtig besichtigt haben wir sie aber noch nicht. Das tun wir heute. Und zwar ausgiebig. Wir geniessen das bunte Licht, dass die Nachmittagssonne durch die Glasfenster der Kathedrale schickt, sitzen lange vor einer Brasserie im Freien und lassen das Treiben auf uns wirken, streunen durch die Gassen der Stadt und finden schliesslich und endlich ein Geschäft, in dem ich eine neue Kamera kaufe.

 

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    Heute lacht die Sonne wieder  
           
    Gleicht gibt's Action an der Schleuse  
           
    Charolais-Rinder  
           
    Am späten Nachmittag zaubert die Sonne ein warmes Licht ins Innere...  
           
    ...der Kathedrale von Nevers  
       
    Nevers...  
       
    ...ist überhaupt...  
       
    ...ein sehenswertes Städtchen  
       
    Unsere Unterkunft in Nevers  
           
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