In Lamotte-Beuvron halten sie heute einen Flohmarkt ab. Das scheint sich hier in Frankreich grosser Beliebtheit zu erfreuen, denn Hinweisschilder auf solche Events begegnen uns laufend. Und eine Wanderveranstaltung, die Trans Sologne 2014, wird an diesem Wochenende ebenfalls durchgeführt. Als wir vor einem Schloss mit Teich anhalten und fotografieren, kommen wir mit einigen Teilnehmern dieses Events ins Gespräch. Andere Begegnungen: Wieder ein Eisvogel, ein Schwarzspecht, ein Marder, ein neugieriges Reh und die üblichen Verdächtigen, also Reiher und Mäusebussarde. Und der Tagesabschnitt selber war eine Fortsetzung des gestrigen. Teiche und Wälder, Wiesen und Felder. Und - ganz wichtig - Rückenwind! War schon eine richtige Entscheidung, Plan B durchzuführen. Schönes Fleckchen Erde hier.

Was unsere heutige Unterkunft anbelangt, so übertrumpfen wir uns mal wieder selber: Kein Geringeres als das Chateau du Breuil muss es sein! Genau hier wollen die Radler ihr müdes Haupt betten. Auf früheren Reisen war das Übernachten in Schlössern oder Herrenhäusern immer ein Erlebnis für sich - auf der 2004er Reise in Rochegude der Schlosspark mit dem Hirschrudel, dann 2009 die Zimmerflucht im Chateau des Tertres, und vor zwei Jahren erst der stimmungsvolle Abend im Chateau de Sarceaux, wo wir vom Schlossherrn selber bedient wurden. Solches im Hinterkopf haben wir uns im Chateau du Breuil ein Zimmer reserviert.

 

Laut dem Übernachtungsverzeichnis des BIKELINE-Führers soll es ja ein fahrradfreundlicher Beherbergungsbetrieb sein. Dummerweise liegt es ein paar Kilometer ausserhalb von Cheverny - was der BIKELINE-Führer leider verschweigt -, und es ist abzusehen, dass uns nach der Siesta Lust und Energie fehlen werden, um nochmals in den Sattel zu steigen und das Schloss Cheverny zu besichtigen. Nun, das ist halb so schlimm, wir haben das früher ja schon mal abgehandelt.

Irgendwie haben wir uns unser heutiges Hotel jedoch anders vorgestellt. Nicht als das moderne Vier-Sterne-Hotel mit historisierender Einrichtung, das zufälligerweise in einem alten Gebäude untergebracht ist. Es fehlt irgendwie die Patina der Jahrhunderte. Aber so trifft es wohl genau den Geschmack der Reisegruppen aus Fernost, von denen wir eine staunend beobachten. Die haben tatsächlich ihr eigenes Catering samt Personal dabei und bekommen morgens zum Frühstück ihr gewohntes Essen serviert. Eigentlich verständlich. Umgekehrt möchte man zum Beispiel als China-Reisender vielleicht auch nicht gerade jede Spezialität des Gastlandes kennenlernen...

 

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