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| Auf die heutige Etappe hatte ich
mich im Vorfeld sehr gefreut - eine Fahrt durch das Tal der Meuse. Doch
wie im Wetterbericht angekündigt, schlägt es heute den ganzen Tag
nieder. Gezeigt wird uns die ganze Palette vom leichten Nieselregen über
den lang anhaltenden Landregen bis hin zum heftigen Platzregen. Von morgens
bis abends. Natürlich ohne Unterlass. Das muss man halt als gegeben
hinnehmen. Was will man sonst machen? Zum Beispiel für die Regenfahrt einen geeigneten Radiosender
suchen, um sich vielleicht mit Carla Bruni oder Gilbert Becaud, meinetwegen
auch mit Johnny Halliday auf Frankreich einzustellen. Doch ausser der auch
bei uns üblichen Fliessbandmusik der internationalen Charts kommt nichts
anders herein. So greifen wir eben auf das Mitgebrachte zurück,
schieben eine silberne Scheibe in den Schlitz und
lassen Glenn Frey von den Eagles singen:
Well I'm running down the road trying to loosen my load Take it easy, take it easy, don't let the sound of your own wheels drive you crazy... "Take it easy" ist genau unser Motto, während wir durch den Regen nach Norden rollen, über Lure und Luxeuil-les-Bains weiter bis ins Tal der Meuse. Welches wir in etwa bei Neufchâteau erreichen. Dieses Städtchen wirkt trotz des Feiertages geschäftig, und trotz einiger aufgegebener Läden scheint die Geschäftswelt hier, wie gestern schon in Altkirch, auch nicht direkt dem Untergang geweiht zu sein. |
Allerdings sollte man vielleicht mal die schmucken Fassaden renovieren.
Denn die sind teilweise etwas herunter gekommen. Wer wohl in diesen Stadthäusern
wohnt? Nur alte Menschen? Die dunkel bewaldeten Vogesen liegen hinter uns, von nun an prägt eine Landschaft mit weit auseinander liegenden Hügeln das Erscheinungsbild der Gegend. Wir folgen der Meuse. Prinzipiell wenigstens, denn die Landstrasse führt meistens über die Hügel am Talrand und nur ab und zu mal am Fluss entlang. Eigentlich ein schönes Terrain für eine Radreise. Das schreibe ich jetzt sogar aus Erfahrung, denn wir waren vor Jahren mal weiter nördlich an der Meuse unterwegs. Saint-Mihiel, mir noch in Erinnerung als Etappenort auf einer Reise während meiner Studentenjahre, hat Mühe, seine Kirche renoviert zu bekommen. Wert wäre sie es auf jeden Fall. Immerhin sind die bunten Kirchenfenster recht neu. Doch leider gesellt sich zu den vielen Farben der Glasfenster auch das Grün des Salpeters in den Wänden des Gebäudes. In Verdun lassen wir es für heute gut sein. Ein Hotel am Stadtrand
nimmt uns auf, eine recht angenehme Anlage mit Pool und Park. Letzteres
heute jedoch verwaist und auf besseres Wetter wartend. |
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| Flitzi hat...äh...die Nacht im Freien verbracht. | ||||
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| Heute wird es den ganzen Tag über regnen... | ||||
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| ...auf dem Weg ins Meuse-Tal... | ||||
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| ...und auch in Neufchâteau. | ||||
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