Gestern wähnten wir uns noch glücklich ob unseres spontan ergatterten Hotelzimmers, heute macht sich dagegen eine gewisse Frustration breit. Auf dem Weg zur Vogelpirsch machen wir am anderen Flussufer in Le Crotoy Halt und marschieren dort zur Touristeninformation, um uns eine Unterkunft für die nächsten Tage vermitteln zu lassen. Doch wir ziehen eine Niete. Die ganze Bucht ist total ausgebucht, bis auf zwei winzige Zimmer in einem Hotel in Le Crotoy, das uns aber beim Vorbeifahren nicht so recht gefallen wollte. Das erstaunt uns dann doch. So eine angespannte Unterkunftslage haben wir dann doch nicht erwartet, schliesslich waren wir schon des Öfteren in Frankreich zur Ferienzeit im August am Meer unterwegs und fanden immer Unterschlupf.

Doch wenigstens bleibt uns der heutige Tag. Wir fahren zum Parc de Marquenterre, bewaffnet mit unserer Fernoptik und dem Bestimmungsbuch, und sind neugierig, was wir dort alles zu sehen bekommen werden.

 

Alles was wir uns erwartet haben, bekommen wir hier zu sehen, und zwar auf dem Präsentierteller, fast schon wie in einem Zoo: Stelzenläufer, Säbelschnäbler, Löffler, Seiden- und Silberreiher, Uferschnepfen und andere Limikolenarten. Dabei sind die Vögel in so grosser Anzahl vorhanden, dass das Ornithologenherz darüber sogar den Regen vergisst.

Natürlich wird dieser Park auch von vielen Familien mit Kindern besucht. Doch es gibt Rundgänge mit verschiedener Länge, und auf dem längsten sind keine Familien mehr unterwegs, dafür gibt es hier die meisten Vögel zu beobachten und man hat Ruhe in den Unterständen. Abends sehen wir wieder eine Robbe, die sich auf dem Schlick an der Flussmündung entspannt. Ob es wohl dieselbe ist, die wir gestern vom Hotelfenster auch beobachten konnten?

 
       
   
Heute - zur Abwechslung - mal ein Regentag.  
   
Trotzdem sehen wir Stelzenläufer...  
   
...Uferschnepfen...  
   
...Löffler...  
   
...Säbelschnäbler...  
   
...und abends nochmals eine Robbe.  
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