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| Wir wollen mal wieder ins Finistere
vordringen, in den Westen der Bretagne. Morlaix, Roscoff, vielleicht die
Crozon-Halbinsel, mal wieder Locronan und den Ménez-Hom besichtigen.
Aber alles ohne Eile und mit reichlich Zwischenstationen, zum Beispiel an
der rosa Granitküste rund um Trégastel und Ploumanac'h. In Ploumanac'h
waren wir das letzte Mal, vor ein paar Jahren, also entscheiden wir uns diesmal für den
Nachbarort, für Trégastel Plage. Immer noch unsicher bezüglich der
Unterkunftslage reservieren wir uns wieder per Telefon ein Hotelzimmer.
Die Situation scheint sich jedoch zu entspannen oder gar kein Thema zu
sein, denn auch hier ist schon der erste Anruf von Erfolg gekrönt.
Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg, rollen aus der Hotelanlage, werfen einen letzten Blick auf den Mont St. Michel und packen uns auf die Schnellstrasse. Klar, es regnet. Ausgiebig. Nur als wir im Ort Quintin Pause machen, behalten die Wolken ihr Nass. Quintin erweist sich als hochgradig unsympathisch, trotz historischem Stadtbild. Rigorose, ungeduldige Autofahrer in den engen Strassen der Stadt (das erleben wir sowohl von der Perspektive des Autofahrers bei der Parkplatzsuche, als auch aus der Sicht des Fussgängers), um die Mittagszeit geschlossene Bars, ein Kellner in einer Brasserie, der uns bei absolut leerem Lokal nichts zu trinken geben will, wenn wir nicht gleichzeitig was essen. |
All das empfinden wir in einem Land,
in dem normalerweise die Devise "bien sur", "aber ja doch",
gilt als ausgesprochen unfreundlich, und wir haben das so auch noch nie
erlebt. Da räumt man halt lieber mit dem mitgebrachten Proviant auf, und fährt
achselzuckend weiter.
Allmählich wächst das Wetter zum Unwetter heran, es beginnt zu stürmen und regnet so stark, dass die Scheibenwischer auch in der höchsten Stufe den Fluten kaum mehr Herr werden. Mit Landschaftsgucken geht da nun wirklich nichts mehr, da schleicht man lieber mit reduziertem Tempo über die Landstrasse und ist froh über die Rücklichter des Vordermannes. Später sehen wir dann in den Nachrichten, was der Sturm im Norden der Bretagne angerichtet hat. Meine Güte! Erst nach der Siesta im Hotel macht das immer noch recht windige Wetter halbwegs Spass. Die Sonne hat nämlich am späten Nachmittag doch noch ein Einsehen und gibt sich ein Stelldichein. Und wenn man die typischen Häuser mit ihren saftig grünen Gärten, die dunkelgrünen Pinien, die grossen, runden Granitfelsen vor dem blauen Meer sieht, weiss man plötzlich wieder, warum man die Gegend hier so mag.
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| Ein Blick aus dem Hotelfenster, kurz nach Mittag eine trübe Angelegenheit. | ||||
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| Am Spätnachmittag sieht das dann wieder ganz anders aus... | ||||
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| Aber es hat immer noch viel Wind... | ||||
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| ...der einem flugs die Frisur zerzaust. | ||||
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| Die Möwen kennen das und richten sich routiniert nach der Windrichtung aus. | ||||
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