Da Ingrid Bergmann gerade irgendein Jubiläum feiert, den soundsovielten Geburts- oder Todestag, senden sie im Fernsehen wieder mal Casablanca, und zwar auf diversen Kanälen, so dass man gar nicht drum herum kommt. Das kommt mir grad in den Sinn, als wir morgens nach dem Frühstück im Foyer unseres Hotels sitzen und eine Lagebesprechung abhalten. Korbmöbel und an der Wand drapierte Tropenhelme erinnern entfernt an Rick's Cafe, die hohe Zimmerdecke und Palmen tragen zusätzlich zu dieser Illusion bei. Eigentlich müsste jetzt nur noch Hr. Bogart eintreten. An solchen Strohhalmen hält man sich fest, wenn es draussen wie aus Eimern giesst. Das Tiefdruckgebiet "Hans", das gestern über uns hinweg gezogen ist, hat hier in der Region einigen Schaden angerichtet, Bäume geknickt, Campingplätze leer gefegt, Veranstaltungszelte weg geblasen und dergleichen mehr. Wir sind da glimpflich davon gekommen. Bis auf die paar Minuten Schleichfahrt auf der Landstrasse blieben wir von dem Tohuwabohu verschont. Dafür ist es jetzt regnerisch und trüb. Ist ja nichts Neues.

So verbringen wir den Vormittag mit Lesen und Schreiben, besuchen aber zuerst noch das Meeresaquarium, vor den Ansturm der Massen (beziehungsweise Schulklassen).

 

Nach dem Mittagessen will ich spontan mein schütteres Haupthaar kundiger Damenhand anvertrauen, und versuche mein Glück bei der trégasteler Coiffeuse, doch diese hat leider erst in ein paar Tagen wieder einen Termin für mich frei. Nun, so laufe ich weiterhin etwas zerzaust durch die Gegend.

Später am Nachmittag bessert sich das Wetter zusehends und wir können in einer windgeschützten Ecke der Strandbar sogar ohne Jacke und Fleecepulli lesen und/oder das Geschehen am Strand beobachten.

Was die Witterung anbelangt, gleicht der darauf folgende Tag dem vorher gegangenen: Von morgens bis in den Nachmittag hinein trübes Regenwetter, dann klart es auf und gegen Abend ist der Himmel blau und fast wolkenlos. Wir ziehen unsere Regenklamotten an und wandern nach dem Frühstück hinüber in die Nachbarbucht, nach Ploumanac'h, Bewegung braucht man schliesslich auch bei schlechtem Wetter. Nachmittags und abends spulen wir das gleiche Programm ab wie die beiden Tage zuvor: Aufenthalt an den Gestaden des Ozeans.

 

 
       
   
Es bleibt windig.  
   
Die Möwenmutter ist sehr wachsam...  
   
...damit dem nach Futter bettelndem Nachwuchs nichts geschieht.  
   
Trégasteler Strandimpressionen...  
   
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