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| Im Südwesten Frankreichs
waren wir bisher noch nie. In einer anderen Zeit bin ich einmal mit anderer
Begleitung diagonal durch Frankreich von circa Strassburg nach Biarritz
und weiter nach Spanien gedüst, teilweise während einer nächtlichen
Fahrt - ich mag mich noch an die damals übliche orangefarbene Strassenbeleuchtung
erinnern - doch, wie gesagt, das war vor vielen Jahren. Diesmal haben wir
im Vorfeld eine Fahrt an die Girondemündung angedacht, mit Besuch der
ein oder anderen Sehenswürdigkeit auf dem Weg dorthin. Damit meine
ich zum Beispiel die nachgebaute Grotte in Lascaux mit ihren prähistorischen
Malereien, die wir schon länger mal sehen wollten. Schliesslich kann
man sich auch mal die ganz alten Meister zu Gemüte führen.
Also weiter nach Südwesten. Mittlerweile sind wir diesbezüglich eh schon gut dabei, befinden uns fast auf der Einflugschneise. Montignac heisst der Ort, in dessen Nähe sich Lascaux befindet. Eine Grossbaustelle behindert den Durchgangsverkehr. Irgendwann ist das zwar geschafft, und wir befinden uns schon auf halbem Weg zur Grotte, als uns Schilder am Strassenrand drauf hinweisen, dass man die Eintrittskarten nur in der Touristeninfo in Montignac bekommt. Also noch mal zurück, sich durch die Baustelle hindurch stauen, Parkplatz suchen, Schlange stehen, im Pulk besichtigen? Irgendwie sträubt sich da innerlich was. Manches würde man lieber in Ruhe ansehen und staunen, ohne angerempelt oder weitergedrängt zu werden. Was halt heutzutage nicht mehr so gut möglich ist. Wir erörtern eine Weile die Lage, philosophieren darüber, wie doch so Vieles im Vorfeld erstrebens- oder wünschenswert ist, und wenn man dann vor Ort ist, verändern sich Wichtig- und Dringlichkeit. Kurzum, wenn wir ehrlich sind, wollen wir nur eins: Endlich ans Meer! |
Das Labyrinth aus Wäldern, Hügeln und Tälern, durch das wir die letzten zwei Tage gefahren sind, möchten wir liebend gerne gegen die Weite des Ozeans eintauschen. Einmal den Entschluss gefasst, ziehen wir das mitgeführte Hotelverzeichnis und die Karte zu Rate und reservieren uns eine Unterkunft in Saint-Palais-sur-Mer. Am späten Nachmittag sind wir dann vor Ort. Und auch wenn es regnet und (fast) stürmt, allein schon diese Luft, dieser Geruch nach Seetang und Salzwasser tut der Seele gut. Das Wetter bleibt auch am nächsten Tag wechselhaft, dazu ist es
recht kühl. Angesichts dessen, was sich in der Schweiz oder im Nordosten
Frankreichs abspielt, sind wir allerdings noch gut dran. Wir wandern am
Strand entlang, werfen einen Blick in die benachbarten Buchten und sind
uns schnell einig: So richtig gefällt es uns hier nicht. Keine Ahnung
warum. Rein objektiv gibt es hier nichts auszusetzen. Doch irgendwie fehlt
uns wohl irgendwie das bretonische Element oder das gewisse Etwas oder
wie immer man das nennen mag. So brauchen wir gar nicht lang um unserer
Reise nochmals eine andere Wendung zu geben
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| Endlich wieder... | ||||
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| ...weites Land | ||||
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| Saint-Palais-sur-Mer | ||||
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