Von Bad Staffelstein nach Burgkunstadt
27 Km
     
Heute morgen wird schnell klar, dass die Reise zu Ende ist. Irgendwie ist der Dampf raus. Zwar bin ich wieder halbwegs fit, aber die Motivation hat sich klammheimlich verabschiedet. Auch heute radeln wir - ich weiss, ich wiederhole mich - im frischen Gegenwind. Diese Nordost-Wetterlage zieht sich schon seit Tagen hin und wird sich auch die nächsten Tage nicht ändern, wissen die massgeblichen Stellen. Vielleicht hätten wir doch nicht die Aisch und den Main hoch-, sondern lieber die Tauber oder die Jagst hinab fahren sollen?

Kurz vor Burgkunstadt ist es dann soweit - wir lassen es gut sein. Es ist das erste Mal, dass wir eine (Rad)Reise nicht bis zum letzten Tag durchziehen und vorher abbrechen. Doch es spricht alles dafür. Und schliesslich waren wir jetzt sechzehn Tage lang unterwegs und haben dabei rund achthundert Kilometer zurückgelegt.
  Jetzt müssen wir irgendwie nach Hause kommen. Dummerweise ist gerade Pfingsten, und was das für die Zugverbindungen und die Auslastung der Züge bedeutet, wird man sehen.

Letztendlich war es dann eine richtige Odyssee. Zwei Tage dauerte es um, vom ländlichen Oberfranken nach Zürich zu gelangen. Baustellen an den Bahnanlagen, eine Übernachtung in Stuttgart, überfüllte Regionalzüge. Irgendwann haben wir es dann doch geschafft. Dieser Heimreisemarathon und der vorzeitige Reiseabbruch soll nicht darüber hinweg täuschen, dass wir auf eine schöne Reise zurückblicken können. Persönliches Highlight? Neben den Landschaften die Freundlichkeit der Leute im fränkischen Raum.
   
Vierzehnheiligen - ein Abschiedsgruss aus dem Maintal.
 
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