Die steife Brise von gestern ist zum Sturm angewachsen. Schon nach ein paar Metern auf freier Landschaft wird klar, dass man so nicht radfahren kann. Zwar bläst es immer noch aus Norden und im Prinzip ja aus der richtigen Richtung, aber der Weg mäandert so vor sich hin und es ist schlichtweg gefährlich, weil jedes überholende oder entgegenkommende Auto einen enormen Sog nach sich zieht. Es ist ein Balanceakt und wir kommen uns vor wie zwei Segelschiffe, die ihre Segel nicht reffen können.

Der Wind drückt uns - und das ist das Gute - einen Berg hinauf, wo wir einen phantastischen Blick über die unter uns liegende Landschaft mit dem Mont Ventoux im Hintergrund haben, denn es ist sonnig und klar. Aber den Berg hinunter geht nur Schritttempo weil wir jetzt Seitenwind bzw. Seitensturm haben.

 

In Rochegude gibt es wieder eines dieser "gefährlichen" Hotels: ein Schloss aus dem 12. Jahrhundert, während der Renaissance erweitert und in der Gegenwart zum Hotel umfunktioniert. Natürlich gibt es noch ein Zimmer für uns beide, es ist ja mitten am Vormittag. Sind wir schon mal stilvoller untergekommen? Schon allein das Badezimmer in altem Gemäuer ist eine Wucht! Am besten ist aber der Schlosspark mit dem (windgeschützten!) Pool und den freilaufenden Hirschkühen. Und heute Abend gibt's im Übrigen keine Campingplatzküche… ich finde, wir nähern uns dem Zustand "Leben wie Gott in Frankreich" zusehends an…

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    Schade dass man den Wind bzw. Sturm auf dem Bild nicht sehen kann...  
    Das Dorf Rochegude...  
    ...mit "unserem" Hotel  
    Tja...  
    Auch wenn der Fotograf scheiterte - hier trotzdem das freilaufende Rudel Hirsche im Schlosspark  
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