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| Neulich habe ich irgendwo so ein
kleines Sprüchlein gelesen. Es lautete in etwa, dass der
stärkste Antrieb des Menschen nicht die Fortpflanzung wäre,
sondern die Suche nach Bedeutung. Als wir in Wil in unserem
Hotelbett liegen und nicht wissen, ob wir das schalldichte
Fenster schliessen sollen (und dabei stickige Luft in Kauf
nehmen) oder lieber mit dem Strassenlärm leben, kommt es mir
wieder in den Sinn. Draussen knattern sie nämlich wieder rum wie
blöd, die Halbstarken mit ihren getunten Boliden. Seit einiger
Zeit sind ja diese hustenden beziehungsweise stotternden
Auspuffe modern, wie man sie vom Rennsport her kennt. Hinter dem
Steuer eines solchen Gefährtes ist man anscheinend gleich sehr bedeutend. Dazu gesellen sich noch andere Geräusche: Eine Gruppe junger, nicht mehr ganz nüchterner Damen zelebriert, durchaus nicht dezent, ihren Junggesellinnenabschied und zieht von Lokal zu Lokal. Und auch dazu fällt mir ein Zitat ein, dass ich Martin Luther (wobei man nicht mit Sicherheit feststellen kann, ob er wirklich der Urheber dieses Sinnspruchs ist, sagt jedenfalls das Interweb) so nicht zugetraut hätte: Wer nicht liebt Wein, Weib, Gesang, der bleibt ein Narr sein Leben lang... Nun denn, wir sind halt in einer Stadt, nämlich im Wil, und nicht in der Wildnis, entscheiden uns für die stickige Luft und schlafen ganz gut. Und lassen eine durchaus angenehme erste Etappe noch mal Revue passieren: |
Von
unserer Haustüre aus geht es zuerst zum Flughafen, wo auf einer freien
Fläche ein Flohmarkt stattfindet, der auch den Radweg tangiert. Da muss man
seinen Schwung erstmal wieder bremsen und auf die Flohmarktbesucher
aufpassen. Bald treffen wir auf die "Mittellandroute", eine schweizer
Veloroute, die von Lausanne bis zum Bodensee führt. Ihr werden wir zwei
Tage lang folgen. Der Frühling ist in vollem Gange, die Kastanien zeigen ihre Kerzen, die Rapsfelder ihre gelbe Pracht, und soviele Maikäfer wie in diesem Jahr haben wir schon lange nicht mehr gesehen. Leider waltet nicht nur Baldur, der Frühlingsgott, seines Amtes, nein, auch Zephyr frönt seiner Leidenschaft und sendet uns kräftigen Gegenwind. Über hügeliges Terrain werden wir bis zum Tösstal geleitet, folgen diesem dann flussaufwärts, biegen bei Turbenthal in das Tal des Chatzenbachs. Am Bichelsee vorbei und durch Balterswil und Sirnach gelangen wir bis zu unserem Etappenort Wil. Wil entpuppt sich als überraschend sehenswertes Städtchen mit einer modernen Fussgängerzone, einer historischen Altstadt mit gemütlichen Kneipen, und einem Naherholungsgebiet in Form des Stadtweiers, von dessen Ufern aus man einen Blick über Altstadtfassaden hat. Da sitzt man gerne nach dem Abendessen noch eine Weile in der Fussgängerzone vor einer Kneipe und beobachtet das Treiben ringsum. |
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| Der Frühling... | |||||||||||
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| ...legt gerade mächtig zu. | |||||||||||
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| Auf dem Weg... | |||||||||||
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| ...zum Bichelsee. | |||||||||||
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| Die Altstadt in Wil. | |||||||||||
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| Die zweite Schokoladenseite Wils - Ansicht vom Stadtweier | |||||||||||
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