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Touristenrummel von gestern - und ja, auch wir tragen dazu bei - ist
heute morgen kein Thema mehr. Als wir nach dem Frühstück auschecken und
durch Meersburg rollen, sind kaum Leute unterwegs. Vorbei am Fährhafen
und nochmals ein paar Meilen dem See entlang geht es erstmal, bis nach
Uhldingen. Dort sagen wir dem Bodensee adieu und machen uns auf dem Weg
zur Donau. Bis Salem und ein Stück darüber hinaus müssen wir noch mit
dem Verkehrslärm zurecht kommen, dann wird es ruhiger. Bei Wittenhofen
wenden wir uns nach Norden und folgen dem Tal der Deggenhauser Aach
fluss- beziehungsweise bachaufwärts. Das geht circa zehn Kilometer sanft
bergan, bis man in Rickertsreute am Ende des Tales angelangt. Ein
Rechtsschwenk, ein paar Wellen, dann sind wir in Illmensee, wo es Zeit für eine
Mittagspause ist. Etwas später dann, bei Wilhelmsdorf, stossen wir auf eine Route, die in dem in Lindau erstandenen Reiseführer beschrieben wird - die Westroute des Oberschwaben-Allgäu-Weges. Jetzt haben wir wieder eine Beschilderung, der wir folgen können. Es geht jetzt im ständigen Auf und Ab durch die oberschwäbische Landschaft, die Aufstiege werden mit Weitblicken und Abfahrten belohnt. |
Das Wetter zeigt sich von seiner besten
Seite, und die Routenführung ist wirklich sehr gut, wenn man mit den
Steigungen leben kann. Allmählich geht uns aber dann doch die Puste aus.
In Altshausen könnten wir es für heute eigentlich gut sein lassen, doch
die Stadt ist uns irgendwie zu ungemütlich. Wir sehen ein Hotel an der
Hauptstrasse, doch die scheint so verkehrsreich, dass wir hier gar nicht
erst um eine Unterkunft nachfragen. Lieber reservieren wir
uns telefonisch ein Zimmer in einem "Vita-Wellnesshotel" in
Aulendorf - die Aussicht auf ein wenig Poolplantschen ist nach der
heutigen Etappe schon recht verlockend. Doch daraus wird nichts. Das Hotel ist eine herbe Enttäuschung. Der Wellnessbereich und das Restaurant geschlossen, alles läuft auf Sparflamme und die Matratzen stinken nach Nikotin, dazu noch der stolze Preis einer Vier-Sterne-Unterkunft. Eigentlich sollten wir das nicht akzeptieren und weiterziehen, doch die Müdigkeit gibt den Ausschlag, und wir bleiben. Immerhin entschädigt uns das italienische Restaurant in der Nachbarschaft - und macht dabei auch den Fast-Food-Italiener von Goldach wieder wett. |
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| Sanft bergan im Tal der Deggenhauser Aach. | ||||||
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| Blick auf den Illmensee. | ||||||
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| Oberschwaben... | ||||||
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| ...Anstiege... | ||||||
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| ...und Weitblicke. | ||||||
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