Ich muss zum Barbier. Wir fahren also nach Sevilla. Nein. Witzchen gemacht - rasieren kann ich mich schon noch selber. Es kommen einem bei dieser Stadt halt so Klischees in den Sinn; Flamenco, Carmen und Kolumbus, Ferdinand und Isabella. Sevilla ist nur ein Steinwurf von Córdoba entfernt, weniger als eine Stunde mit dem Zug, so kommen wir noch vor Mittag an. Gleich nach der Ankunft buchen wir noch am Bahnhof die Zugtickets für unsere Rückfahrt in die Schweiz - es wird am Ende dieser Reise über Madrid, Barcelona und Paris zurück nach Zürich gehen. Dann ein Taxi in die Innenstadt, unser Hotelzimmer, das diesmal ein Apartment ist, bezogen. Wer ein Refugium im Zentrum der Stadt braucht, dem kann man das Hotel Doña Lola ans Herz legen.

Um einen ersten Eindruck zu bekommen, laufen wir nach der Siesta im Zickzack durch die Stadt. Wir sind fast ein wenig in Schockstarre. Nach dem vergleichsweise provinziellen Córdoba sind wir hier in einer sehr mondänen wirkenden Stadt gelandet. Sevilla ist einfach nur prachtvoll, wir kommen aus dem Staunen nicht heraus. Grandiose Architektur, geschäftiges Treiben, natürlich auch viele Touristen. Bis zum Plaza de España zieht es uns an diesem Abend. Das Halbrund dieses eigenartigen Platzes mit dem Gebäudekomplex aus roten Ziegeln und blau bemalter Keramik sieht im Licht der Abendsonne grossartig aus.

Als der Abend allmählich in die Nacht übergeht, und wir auf dem Alameda de Hércules, einem ausgedehnten, langgestreckten Platz, der von Lokalen gesäumt ist und in der Nähe unseres Hotels liegt, noch ein letztes Glas Wein trinken, sind wir beides: rechtschaffen müde und glücklich. An diesem Tag zählt mein Schrittzähler sechzehn Kilometer und dementsprechend viele Schritte.
 
Der Tag in Farbe
 
Um ein angenehmeres Klima zu schaffen, sprüht man fein zerstäubtes Wasser.
Eine erste Stadtwanderung...
...um die grossartige Architektur...
...
...
...auf sich wirken zu lassen.
Auf dem Plaza de España...
 
 
 
 
 
 
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